Die Stärke eines Kantons misst sich an der Stärke seiner Wirtschaft. Anders ausgedrückt: Ohne eine leistungsfähige Wirtschaft gibt es keinen starken Kanton. Der Kanton Luzern ist geprägt von kleinen und mittleren Unternehmen, die das Rückgrat unserer Wirtschaft bilden. Ihr erfolgreiches Wirken ist entscheidend für die Zukunft unseres Kantons. Eine funktionierende Wirtschaft in allen Regionen des Kantons Luzern schafft Arbeitsplätze, Lehrstellen und sichert die finanziellen Mittel für staatliche Aufgaben. Damit die Unternehmen ihre Rolle erfüllen können, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen mit ausreichend Freiraum. Hier besteht meiner Überzeugung nach Handlungsbedarf. Weniger administrative Hürden, raschere Bewilligungsverfahren und eine höhere Planungssicherheit sind zentrale Voraussetzungen für eine zukunftsgerichtete Entwicklung. Auch im steuerlichen Bereich gibt es Themen, die verbessert werden müssen, damit die Rahmenbedingungen stimmig bleiben. Beispiele dafür sind der Handlungsbedarf bei der Entlastung des Mittelstands und bei der Vermögenssteuer. Ein weiterer wichtiger Pfeiler unserer Wirtschaft ist die Landwirtschaft. Sie nimmt eine besondere Stellung ein und bewegt sich in einem anspruchsvollen Spannungsfeld zwischen Lebensmittelproduktion und gesellschaftlichen Erwartungen an faire Tierhaltung und schöne Landschaften. Die Bedürfnisse und Leistungen der Bäuerinnen und Bauern werden aus meiner Sicht dabei nicht ausreichend wahrgenommen. Mir ist es wichtig, dass ihre Anliegen aufgenommen werden und dass die Landwirtschaftsbetriebe die notwendigen Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten erhalten. Dazu gehören auch genügend Freiräume, um sich weiterentwickeln zu können.
Als ressourcenarmes Land ist Bildung unsere wichtigste Ressource. Das duale Bildungssystem ist seit Generationen ein zentraler Erfolgsfaktor der Schweiz und geniesst international hohe Anerkennung. Gleichzeitig steht dieses System unter Druck. Ich bin überzeugt, dass beide Bildungswege ihre Berechtigung haben. Es braucht starke berufliche Bildungswege ebenso wie attraktive gymnasiale und akademische Angebote. Entscheidend ist, dass sich die Bildungswege gegenseitig ergänzen und durchgängig sind, damit die jungen Menschen ihr Potenzial und ihre Chancen im Leben nutzen können. Besonders wichtig ist mir die Stärkung des dualen Bildungssystems. Die enge Verbindung von Theorie und Praxis muss auch in Zukunft funktionieren. Gleichzeitig stelle ich fest, dass zunehmend Erwartungen und Aufgaben an die Schule herangetragen werden, für die das Elternhaus zuständig ist. Hier braucht es eine klare Rollenteilung und ein gemeinsames Verständnis der Verantwortung von Eltern, Schule und Gesellschaft. Mein Engagement gilt einer Wirtschaft, die sich entfalten kann, und einem Bildungssystem, das stark bleibt und allen jungen Menschen gute Perspektiven bietet. Eine starke Wirtschaft und eine funktionierende Bildung sind die Grundlage für die Zukunft unseres Kantons Luzern.
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